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Urlaubsgedanken


Schweden

 

Schweden! Der erste große Urlaub, seit unser Jüngster geboren ist. Und seit Corona wieder etwas Freiheit zulässt.

Ich habe die Natur und ihre Schönheit in mich aufgesaugt.


Zwischendurch aber immer wieder der Schmerz - so vieles hat sich verändert, seit ich als Jugendliche zuletzt da war… mit jedem Blick in die Natur wird mir schmerzhaft bewusst, wie die Veränderungen durch den Klimawandel um sich greifen.


Und es schleichen sich immer wieder Gedanken an die Zeit nach dem Urlaub an. Ich kenne einige PolitikerInnen persönlich und weiß, mit wie viel Engagement und Herzblut sie für unsere Gesellschaft ihr Bestes geben. Trotzdem verzweifle ich an vielem, was dieser Tage entschieden wird. Ich muss die Themen nicht aufzählen…


Ich merke, dass meine Hoffnung schwindet, dass mit unseren menschlichen Möglichkeiten das Ruder herum gerissen werden kann. Zu sehr sind wir alle gefangen - ja, in was eigentlich?


In Konsum und Sucht nach immer mehr? Um eine innere Leere zu füllen? Dem Streben nach Macht und Kontrolle? Um sich nach vielen Ohnmachtserfahrungen nicht mehr ausgeliefert zu fühlen? Zerstreuung? Um nicht mit tiefsten Ängsten konfrontiert zu werden?


„Die ganze Schöpfung seufzt und stöhnt vor Schmerz wie in Geburtswehen – bis heute.“


So hat es vor langer Zeit Paulus ausgedrückt. Und so fühlt es sich auch für mich als Teil dieser Schöpfung an. Wehen - und das Gefühl, es nicht mehr aushalten zu können. Und scheinbar kein Ende in Sicht.


Da tröstet es mich, dass es einen gibt, der mich durch begleitet. Der verspricht, ich mache alles neu. Eines Tages. Da wird es keinen Schmerz, keine Trauer und keinen Tod mehr geben. Und bis es soweit ist, bin ich bei dir, jeden Tag.


Und so atme ich weiter. Und in jeder Wehe sage ich mir diese Sätze. So kann ich den Schmerz ertragen. Und habe Zwischendurch die Kraft, aller Hoffnungslosigkeit zum Trotz, meinen Teil zu dieser neuen Welt beizutragen.


 

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