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Die Botschaft zwischen den Zeilen



 

Hast du dich schon mal bei deinem Chef krank gemeldet und nach dem Gespräch ein ganz beklemmendes Gefühl gehabt? Schlechtes Gewissen, das sich wie eine Nebelwand im Körper ausbreitet und dich mindestens den halben Tag nicht los lässt?

Und das, obwohl im Gespräch eigentlich kein vorwurfsvolles Wort gefallen ist?


Das kann daran liegen, dass der nonverbale Anteil der Kommunikation mindestens genauso wichtig ist wie der verbale Anteil. Und dass unausgesprochen vielleicht tatsächlich die Botschaft vermittelt wurde, dass dein Fehlen einfach gewaltig nervt und du dich bitteschön nicht so anstellen solltest.


Doch wie damit umgehen?

Im Allgemeinen halten sich die meisten Menschen daran, nur auf den verbal ausgesprochenen Inhalt der Unterhaltung Bezug zu nehmen. Man nimmt die Botschaft zwischen den Zeilen zwar wahr, käme aber nie auf die Idee, das Gegenüber auf die nonverbale Botschaft anzusprechen.

Doch warum eigentlich nicht?

Na ja, es erfordert schon ein bisschen Mut, auf den Chef zuzugehen und zu fragen „Habe ich es richtig verstanden, dass es Sie ärgerlich macht, dass ich mich gestern schon wieder krank melden musste? Es wirkte so auf mich…“


Okay, zugegeben, es braucht ziemlich viel Mut, so mit dem Chef ins Gespräch zu gehen. Aber warum nicht mal mit dem Partner oder den eigenen Eltern üben, über das Ansprechen des Unausgesprochenen für eine Klärung der Situation und damit auch der Beziehung zu sorgen?

Denn es fühlt sich befreiend an, den unangenehmen Beigeschmack manches Gesprächs nicht über Stunden oder Tage mitschleppen zu müssen.

Und dieser Tage brauchen wir alle ja wahrlich unsere Kraft für wichtigere Dinge als das Nachsinnen über mögliche Botschaften zwischen den Zeilen, die uns runterziehen.


 

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