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Eingewöhnung in Kita und Kindergarten unter Pandemiebedingungen


 

Liebe Mamas und Papas, dies soll eine Ermutigung für euch sein, bei der Eingewöhnung eurer Kleinen auf euer Gefühl zu hören! Vor einiger Zeit habe ich mit der Eingewöhnung unseres Jüngsten im Kindergarten begonnen und weiß, wovon ich spreche. Bis heute fällt ihm der Übergang, die morgendliche Loslösung von mir und das Eintauchen in die Gruppe schwer. Und wen wunderts? Mit seinen drei Jahren kennt er keine großen Menschengruppen. Die Hälfte seines Lebens war Ausnahmezustand und zu Hause sein mit Eltern und Geschwistern war die Regel. Da ist es doch noch mal klarer, dass, anders als im Berliner Eingewöhnungsmodell vorgesehen, nach zwei bis drei Wochen Eingewöhnung sich viele Kinder bei Erzieherinnen und in der großen Kindergruppe noch nicht sicher und aufgehoben fühlen.


Und nun schreibt die Coronaverordnung vor, dass unsere Kleinsten jeden Morgen an der Kitatür einer Erzieherin in den Arm gedrückt werden sollen, ohne dass Mama oder Papa mit rein kommen dürfen, um in der Phase des Übergangs und Ankommens Sicherheit geben zu können. Nochmal brisanter wird dies durch die aktuelle Krankheitswelle, die auch mal die Bezugserzieherin trifft, den eklatanten Personalmangel und die vielen Eltern, die dringend auf einen Platz für ihr Kind warten. So wird den Einrichtungen an manchen Orten verwehrt, zwischen den Eingewöhnungen zeitliche Puffer zu lassen, dass sich die Erzieherinnen den neu eingewöhnten Kindern intensiver zuwenden können.


Wenn ihr merkt, dass euer Kind in der Phase des Übergangs euch als Sicherheit braucht, dann hört auf euer Bauchgefühl! Sprecht mit Erzieherinnen, Verantwortlichen des Trägers, anderen Eltern. Es muss Wege geben (und es gibt sie!), dass die Phase des Übergangs, auch und gerade nach der offiziellen Eingewöhnung, für euer Kind so gestaltet wird, dass es ihm dabei gut geht! Schreiende, weinende, verzweifelte Kinder den (noch fremden) Erzieherinnen in den Arm zu drücken, muss nicht sein! Lasst euch nicht gegen euer schlechtes Gefühl dazu nötigen! Kinder haben unter den Verordnungen zur Pandemie lang genug gelitten! Sie brauchen uns Eltern, dass wir uns auch im Kleinen für ihre Bedürfnisse stark machen!

 


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